Warum schreiben meine Mitarbeiter nichts auf? - Teil 7 und Schluß
Inspirationen für Manager, Wissensmanager und andere Betroffene, um Motivatoren zu nutzen, Barrieren zu überwinden, Kreativität zuzulassen und Fitness zu trainieren.
Nachhaltigkeit
„Die Mühen der Berge haben wir hinter uns, vor uns liegen die Mühen der Ebene.“ (Bertolt Brecht)
Ihre Mitarbeiter schreiben dort Wissen auf, wo es benötigt wird. Ein „bergiger“ Weg zu diesem Ziel liegt hinter Ihnen allen. Dafür gebührt denen, die mitgemacht haben Anerkennung und Wertschätzung. Vielleicht ein kleines Fest, auf dem auf humorvolle & kreative Art die zurückliegende Wegstrecke visualisiert wird? Das ist ein positives Signal für alle Beteiligten. Und auch die (noch) nicht Beteiligten!
Danach sollten Sie sich um die Verankerung der erreichten Veränderungen kümmern. Dafür möchte ich Ihnen mehrere Ideen auf Ihren Weg durch die „Ebene“ mitgeben:
- Wissen sollte dort und nur dort aufgeschrieben werden, wo es im Arbeitsprozess schriftlich benötigt wird. “Just as a nervous system acts as a conduit between what the brain knows and what the body does, so should the KM function be designed to link knowledge and action together.” [Smith, McKeen and Singh 2006] Dies gilt für Knowledge Mangement (KM) generell, wie für das Verschriftlichen von Wissen. „In einer gelungenen knowledge-action-Beziehung wird knowledge für action geliefert und aus action knowledge gewonnen. Eine gelungene knowledge-action-Beziehung generiert kontinuierlich verbesserte knowledge in diesem „Kreislauf“.“ [Hexelschneider 2007]
- Falls neue oder noch nicht entdeckte Barrieren auftauchen, nehmen Sie sich dieser an.
- Motivation zu versuchen ist ein andauernder Prozess, fein abgstimmt auf den knowledge-action-Kreislauf.
- Kompetenzen sollten ausreichend entwickelt werden.
- Für die Verankerung braucht es Mitarbeiter, die sich darum kümmern. Das bedeutet nicht, das sie sich ausschließlich darum kümmern. Es sind eher Menschen, “who really get into knowledge sharing. They are like a bright light. We make sure the beacons are spread across the floor so they shine on as many people as possible and we keep their energy up by heaping praise on their good work.” [Callahan 2009]
„Zwischen Reden und Tun liegt das Meer.“ (Italienisches Sprichwort)
Ich unterstütze Sie gern bei der „Überfahrt“ mit den Hilfen, die Sie benötigen.
Ob bei der Evaluation Ihrer Situation, bei der Analyse von Problemfeldern, mit geeigneten Inhalte-Strategien, der Konzeption und Betreuung von kleinen aktiven Trainings, … - „Hilfe zur Selbsthilfe geben“ ist mein Motto. Damit Sie die benötigten Kompetenzen entwickeln können und so den Schritt zur Verankerung der Veränderungen gehen.
Quellen:
[Smith, McKeen and Singh 2006] Smith, Heather A., McKeen, James D., Singh, Satyendra: Making knowledge work: five principles for action-oriented knowledge management. In: Knowledge Management Research & Practice, H. 4, S.116–124, 2006
[Hexelschneider 2007] Hexelschneider, Annette: Review des Artikels „Making knowledge work: five principles for action-oriented knowledge management“. In: Blog Wissensmanagement 2.0, 16.11.2007. http://wissensmanagement.terapad.com/index.cfm?fa=contentNews.newsDetails&newsID=41588&from=archive [zugegriffen 11.06.2009]
[Callahan 2009] Callahan, Shwan: Vital behaviours for knowledge sharing. In: Blog anecdote© Putting stories to workTM, 24.04.2009. http://www.anecdote.com.au/archives/2009/04/vital_behaviour_1.html [zugegriffen 11.06.2009]
Foto: Von mrwrite aus SXC
In der nächsten Woche stelle ich Ihnen hier alle Artikel als Whitepaper zum Downloaden zur Verfügung.
Bisher in der Reihe “Warum schreiben meine Mitarbeiter nichts auf?” erschienen:
Teil 1: Einführung, Teil 2: Ein Zeichen setzen, Teil 3: Das Firmenklima kritisch betrachten, Teil 4: Barrieren beseitigen, Teil 5: Motiviation versuchen, Teil 6: Kompetenzen entwickeln.
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