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In meinem letzten Post habe ich skizziert wie hilfreich Metaphern sind, um schwer verständliches Wissen zu transferieren. Wie jedes gute, starke Werkzeug können auch Metaphern missbräuchlich verwendet werden.
Absichtlich – indem man damit etwas suggeriert und LeserInnen manipuliert.
Unabsichtlich – indem man technokratische, seelenlosen Sprachgebrauch auch in Metaphern verwendet.
Und das passiert so leicht. Wir sind täglich von dieser Art Sprachgebrauch umgeben - im Betrieb, in Fachgesprächen, in den Medien. Und selbst wenn wir es gar nicht wollen, sickern diese Metaphern in unser Unterbewusstsein. Gut, wenn uns jemand dafür aufmerksam macht:
„I’m trying to free your mind, Neo. But I can only show you the door. You’re the one that has to walk through it.“ Morpheus in „The Matrix“ [1]
Das Bild für diesen Post hatte ich ursprünglich für meine Blog-Seite „Angebote“ vorgesehen. Mir erschien das ungemein logisch. Wissen so gut verzahnt zu verschriftlichen, das es gleich benutzt, weiterverarbeitet werden kann. Zum Glück fragte mich eine Kollegin, ob ich das Thema denn so technisch und ohne menschliche Aspekte, menschliches Zutun sehe. Etwas beschämt habe ich diese „Tür“ genutzt und das Bild weggelassen.
Der Artikel „Metaphors Are Mindfunnels. Finding Neo“ von Dan Ward, Chris Quaid, Gabe Mounce trägt ebenfalls dazu bei, „Türen“ zu sehen. Die Autoren zeigen zuerst die Gefahr: „Metaphors are mindfunnels. That is to say, metaphors limit, filter, obscure, or even alter the informational inputs we receive from the world around us. We therefore understand our environment differently depending on the metaphors we use. This matters profoundly because the way we understand our environment affects the way we behave.“ Anschließend erklären sie ihre Meinung an Beispielen z.B. dem „organization is machine metaphor“. Und versuchen Hoffnung durch Handlung anzuregen - „Much of cultural change arises from the introduction of new metaphorical concepts and the loss of old ones.“
Eine etwas ironische Spiegelung dieses Themas ist, das die Autoren die sehr suggestive Matrix/Morpheus-Metapher verwenden und das sie Mitglieder der United States Air Force sind. Trotzdem - mit aller nun gewonnener Vorsicht ein lesenswerter Artikel.
Quellen:
[1] „Metaphors Are Mindfunnels. Finding Neo“ von Dan Ward, Chris Quaid, Gabe Mounce in: Defense AT&L, November-December, 2008, Seiten 52 – 55
Wenn Sie noch mehr wissen möchten, um Metaphern gut zu nutzen, lesen Sie bitte den Post von Regina Schlager zu „Metaphors in Knowledge Management“
Foto: Von clicx auf SXC
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